Hochaltar

Peter Brandl, Mariä Himmelfahrt (1731/32)

Im Oberteil des Bildes thront die Dreifaltigkeit. Der Heiland erhebt sich von seinem Sitz und empfängt seine Mutter mit weit ausgebreiteten Armen. Neben ihm schweben die Engel der Gerechtigkeit und des Friedens mit Wage und Ölzweig. Maria wird von Engeln emporgetragen. Ums leere Grab gruppieren sich die staunenden Apostel. Ihre Züge und Gebärden drücken die ganze Stufenleiter der Gefühle aus, von der begeisterten Ekstase des Petrus und Johannes, die zum Himmel emporblicken, bis zum kühlen Zweifel des Thomas, der ins leere Grab schaut. Brandls Farbengebung erinnert an die großen Spanier, sein leidenschaftlicher Zug an den Italiener Caracci.
Die Gesamtkomposition ist durchaus originell, ein Höhepunkt österreichisch-böhmischer Barockmalerei.

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