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16.06.2010
Schlesische Klöster zwischen Aufhebung und neuer Berufung
Im Herbst 2010 jährt sich zum 200. Mal die Aufhebung der Klöster und Stifte im preußischen Teil Schlesiens. Dieses Ereignis führte im religiösen und kulturellen Leben Schlesiens zu einem großen Umbruch. Das ist Anlass für das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen bei Düsseldorf, dieses Thema erstmals in einer großen Sonderausstellung mit bedeutsamen Leihgaben zu behandeln.
Mit der großen Sonderausstellung wird ein breiter Überblick zur Klostergeschichte Schlesiens geboten. Eine Vielzahl wichtiger Leihgaben kommt zum ersten Mal aus der heutigen Republik Polen und aus der Tschechischen Republik in die Bundesrepublik Deutschland. Die Gestaltung der Ausstellung nimmt das Raumprogramm eines Klosters auf. So wird eine ARt "Kreuzgang" genutzt, um die Geschichte der wichtigsten Klöster vorzustellen. Im angrenzenden "Scriptorum" werden Handschriften und Altdrucke präsentiert. Im "Kapitelsaal" geht es um herausragende Persönlichkeiten, so Äbte und Künstler...
Der Besucher wird in die Klosterwelt eingeführt. Die Vielfalt des geweihten Lebens wird bei unterschiedlichen Aufgaben und Zielsetzungen der in Schlesien wirkenden Ordensgemeinschaften dargestellt. Die Zusammenhänge zwischen Aufhebung der Kläster (Säkularisation) und fortschreitender Verweltlichung der Gesellschaft (Säkulasierung) werden aufgezeigt. Diese Prozesse wirken sich bis heute auf unsere Gesellschaft aus.
Die Ausstellung will auch einen Beitrag leisten zur Rückbesinnung auf die christlichen Wurzeln in der mitteleuropäischen Geschichte am Beispiel Schlesiens.
Quellen und weiterführende Hinweise:
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