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Vision - Aus dem Leben der Hl. Hildegard von Bingen
13.08.2009
VISION - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen ist das mitreißende Porträt einer der faszinierendsten Frauengestalten des Mittelalters – der Äbtissin, Visionärin, Naturheilkundlerin und Komponistin Hildegard von Bingen (ca. 1098 – 1179). Eine außergewöhnlich engagierte, dem Leben zugewandte Frau, deren Ideen und Gedanken von zeitloser Strahlkraft sind, und die den großen Mut besaß, aus den strengen kirchlichen Regeln ihrer Zeit auszubrechen, um ein eigenes Frauenkloster zu gründen. Ihre Visionen wurden von Papst Eugen III anerkannt und Kaiser Friedrich Barbarossa hörte auf ihren Rat. Ihre Kräuterund Heilkunde ist heute populärer denn je und ihre Kompositionen erleben seit mehr als zwanzig Jahren ebenfalls eine lebhafte Renaissance.
Hildegard von Bingen (ca. 1098 - 1179) gehört zu den faszinierendsten Frauenfiguren des Mittelalters. Als Achtjährige (Charlotte Mednansky) wird das visionär begabte Mädchen Hildegard in das Benediktinerkloster Disibodenberg gebracht. Der strenge Abt Kuno (Alexander Held) gibt sie in die Obhut der doppelt so alten Jutta von Sponheim (Mareile Blendl), ihre künftige Mentorin. Die fördert nicht nur ihre Musikbegabung, sondern lehrt sie christliche Werte, Lesen und Schreiben und die Heilkraft der Naturkräuter.
Acht Jahre später legt sie gemeinsam mit ihrer Freundin und anderen Novizin namens Jutta (Lena Stolze) das Gelübde ab und wird Nonne. Sie begegnet dem jungen Mönch Volmar (Heino Ferch), ihrem späteren Vertrauten und Wegbegleiter. Nach dem Tod von Jutta von Sponheim wird Hildegard (Barbara Sukowa) die neue Magistra und schreibt auf Anraten von Volmar ihre Visionen auf.
Als die junge Richardis von Stade (Hannah Herzsprung) ihr als Novizin unterstellt wird, entwickelt sich eine tiefe mütterliche Freundschaft, Richardis bewundert und unterstützt Hildegard in allen Bereichen, was den Neid anderer Nonnen erweckt. Nach dem Selbstmord einer jungen schwangeren Nonne entschließt sich Hildegard, ein nur von Frauen bewirtschaftetes Kloster einzurichten. Sie kauft mit Spendengeldern ein ehemaliges Augustinerkloster und lässt es umbauen. Mit zwanzig Nonnen zieht sie trotz großer Widerstände innerhalb der Kirche auf den Rupertsberg bei Bingen am Rhein. Bei der feierlichen Einweihung zelebriert Volmar die Heilige Messe. Die Nonnen feiern mit Musik und Tanz das Ereignis.
Nach der Fertigstellung des Buches "Scivias" mit tatkräftiger Unterstützung von Richardis, erfährt Hildegard, dass Richardis auf Wunsch ihrer Familie Rupertsberg verlassen und ein eigenes Kloster übernehmen soll. Ein Schicksalsschlag wie der Tod ihrer Mentorin Jutta. Aber Hildegard ist eine Kämpferin und bald durch ihre Visionen und Heilkräfte weit über das Kloster hinaus bekannt. Sogar König Friedrich Barbarossa bittet sie um Rat und macht sie mit seinen Hofgelehrten bekannt, eine lang ersehnte Möglichkeit, sich mit modernem Wissen auseinanderzusetzen. Zurück im Kloster erfährt sie vom Tod ihrer geliebten Richardis, der sie bis ins Innerste trifft.
Mit 60 erkrankt Hildegard schwer, aber in ihren Visionen empfängt sie die Weisung, wieder aufzustehen und ihren Lebensweg fortzusetzen...
Quelle: Vision - Der Film (ab 24.09.2009 im Kino)
Foto: Clasart Film/Concorde Filmverleih 2009
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