Abt Bernardus Rosa

Etwa 1920 begann der Archivar und Kunsthistoriker P. Nikolaus v. Lutterotti im Kloster Grüssau in Schlesien mit der Biographie des größten Abtes von Grüssau: Abt Bernardus Rosa.

Abt Bernardus Rosa stammte mütterlichseits aus einem alten Glogauer Geschlecht der Fischer.
(Glogau war seit Beginn der Neuzeit neben Breslau die zweite kirchlich-kulturelle aber auch bürgerlich-wirtschaftliche Metropole Schlesiens.)

An der Hochblüte von Wirtschaft und Kultur, am Ringen zwischen Katholizismus und Protestantismus nahmen die Vorfahren unseres Abtes Bernardus Rosa regsten Anteil. Durch seine Mutter Sabina Groß stammte er aus dem alten Glogauer Geschlecht der Fischer (Vischer, Vyscher), das um die Mitte des 14. Jahrhunderts mehrmals den Bürgermeister stellte. Im Advent 1369 stifteten die Gebrüder Vyscher in der dortigen Dominikanerkirche die Feier einer täglichen Messe. Für die Pfarrkirche des hl. Nikolaus wird 1337 der Fischeraltar als Familienstiftung erwähnt, über den noch im 18. Jahrhundert die Familie von Mutius als Deszendent der Sabina Husserin geb. Fischerin das Patronatsrecht ausübte.

Seine Urgroßeltern mütterlicherseits sind Johann von Husser und Ursula Fischer, deren Ehe mit acht Kindern gesegnet wurde. Über Johann von Husser ist nur bekannt, dass er des Kaisers Rudolphi Secundi Leibmedicus gewesen ist. Seine älteste Tochter Anna wurde Gattin des Glogauer Bürgermeisters Johann Pätzold, der im Glogauer Kirchenstreit seit 1581 im Mittelpunkt der Geschehnisse stand. Er verweigerte z. B. als Rector Scholae die Herausgabe der Schulschlüssel an die Neuerer. 1602 wurde er vom Rat der Stadt zu Verhandlungen an den kaiserlichen Hof nach Prag gesandt. Da diese für die protestantische Partei ungünstig ausgingen, wurde Pätzold vom Glogauer Pöbel misshandelt und in Haft genommen. Trotz schärfster kaiserlicher Reskripte hat man ihn erst 1604 entlassen. 1608 weilte Pätzold wieder in Prag. Bis 1614 finden wir ihn immer wieder als Bürgermeister von Glogau. Seine Tochter Sabina wurde Äbtissin im Kloster St. Benedikts zu Liebenthal, sein Sohn Johannes gehörte der Gesellschaft Jesu an. […]((zitiert nach: Abt Bernardus Rosa von Grüssau, 1660-1696, Nach Notizen von P. Nikolaus v. Lutterotti, bearbeitet u. herausgegeben durch P. Dr. Ambrosius Rose O.S.B., Prior von Grüssau, Brentanoverlag, Stuttgart 1960, S. 14f))


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