Vorhalle

An der Decke erklären drei Bilder Zweck und Würde des Gotteshauses. über der Türe wird das Gleichnis vom Guten Hirten dargestellt. Er spricht: „Ich bin die Türe. Wer durch mich eingeht, wird gerettet; er geht ein und aus und findet reiche Weide“ (Joh. 10, 9). Im Hintergrund sieht man den Dieb in den Schafstall einsteigen, den Wolf die Herde anfallen und den feigen Mietling fliehen. In der Ecke rechts unten hat der Maler Neunhertz seinen Namen verewigt. Das linke Bild will zeigen, was wir in der Kirche beten sollen; der Herr lehrt die Apostel das Vater unser. Das rechte Bild mahnt zu demütigem Verhalten im Gotteshaus; das Gebet des stolzen Pharisäers wird verworfen, das des armen Zöllners erhört.
Die Bilder der Rückwand beziehen sich auf die Baugeschichte der Abteikirche. An jeder Seite sind zwei Abte dargestellt, deren Verdienste um den Bau durch Allegorien angedeutet werden. Links sind es die Abte Bernhard Rosa (1660/96), den das Kennwort „Pietate – durch Frömmigkeit“ als den großen Reformator auf religiösem Gebiete bezeichnet, und Dominikus Geyer (1696/1726), dessen „Industria – wirtschaftliche Tüchtigkeit“ das zum Neubau nötige Geld bereitstellte. Beide erlebten nicht mehr den Beginn des Baues, den sie planten. Deshalb ist unter ihren Bildnissen die Begebenheit von David und Nathan gemalt. David wollte dem Herrn zu Jerusalem den Tempel bauen. Da kam Nathan zu ihm und sprach: „So spricht der Herr: Nicht du wirst mir den Tempel bauen, sondern dein Sohn, der nach dir herrschen wird!“ Trauernd verzichtete David auf den Bau, bereitete aber alles für ihn vor. – Rechts sind die Bildnisse der Abte Innozenz Fritsch (1727/34) mit der Unterschrift“ Opere – durch das Werk“ und Benedikt H. Seidel (1734/63) mit der Unterschrift „Benedictione _ durch die Weihe“. Ersterer erbaute die neue Kirche, letzterer feierte 1735 ihre Einweihung. Unter den beiden Äbten sieht man König Salomon, der den von ihm erbauten Tempel dem Herrn weiht.
Die beiden Engelgruppen mit den marmornen Weihwasserbecken sind von hoher Schönheit und bedeutendem Kunstwert. Sie zeigen, wie gut Anton Dorasil es verstand, die Art des Italieners Bernini mit der weichen Formenanmut österreichisch-böhmischer Kunst zu verbinden.


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